Pressemitteilung

Volkswagen Nutzfahrzeuge und Argo AI starten internationalen Testbetrieb fĂŒr Autonomes Fahren – MOIA erster Anwender des ID. BUZZ AD

  • Zweites Argo-Testfeld nach dem Vorbild aus Pennsylvania  entsteht derzeit am MĂŒnchner Flughafen
  • Große Chance zur Steigerung der Verkehrssicherheit auch in deutschen GroßstĂ€dten
  • VWN setzt bei Level-4-Fahrzeugen auf eine Kombination aus Lidar-, Radar-Sensoren und Kamerasystemen im Fahrzeug
  • Kommerzieller Einsatz ab 2025: MobilitĂ€tsdienstleister MOIA wird autonomen Service in Hamburg starten

Hannover, 12. Mai 2021 – Die Entwicklung hat bereits begonnen, in diesem Sommer werden die ersten autonom fahrenden Prototypen auf Basis des kĂŒnftigen ID. BUZZ im MĂŒnchner Umland getestet. Ein Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit im Konzern,   in der Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) die Entwicklung des Autonomen Fahrens auf Level 4 fĂŒr selbstfahrende Shuttles und Transporter umsetzt. Leichte Nutzfahrzeuge sind der erste, logische Einsatzort fĂŒr die autonome Beförderung von Menschen und GĂŒtern. „Unser Ziel ist es, mit der autonomen Version des ID. BUZZ ab 2025 kommerzielle EinsĂ€tze bei Fahr- und Zustelldiensten zu ermöglichen“, erklĂ€rte Christian Senger,  Bereichsleiter Autonomes Fahren bei VWN, in einer digitalen Pressekonferenz. „Kunden können sich dann in ausgewĂ€hlten StĂ€dten mit autonomen Fahrzeugen zu ihrem Ziel bringen lassen, und auch Zusteller bei Paketdiensten werden durch das Autonome Fahren deutlich entlastet.“

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat fĂŒr die Entwicklung des Autonomen Fahrens ein eigenes GeschĂ€ftsfeld gegrĂŒndet und sich fĂŒr die Integration der Technologie in den vollelektrischen ID. BUZZ AD an Argo AI beteiligt, einem Unternehmen aus den USA, das das sogenannte Self-Driving-System (SDS) entwickelt. Im FrĂŒhjahr hat Argo bereits einen ersten Prototyp damit ausgestattet und testet damit erstmals auch in Deutschland. „Wir betrachten das Argo-Testprogramm als das grĂ¶ĂŸte fĂŒr innerstĂ€dtisches Fahren, mit sechs Standorten allein in den USA“, berichtete Argo-CEO Bryan Salesky auf der Pressekonferenz. „Jetzt freuen wir uns, auf Basis dieser Entwicklungsarbeit an unserem Standort MĂŒnchen die Tests fĂŒr den Einsatz im europĂ€ischen Verkehr durchzufĂŒhren. Dazu haben wir gerade ein Testfeld in unmittelbarer NĂ€he zum MĂŒnchner Flughafen errichtet.“

Sowohl Volkswagen Nutzfahrzeuge als auch Argo AI halten den Einsatz einer Kombination aus Sensoren und Kamerasystemen im Fahrzeug fĂŒr unverzichtbar. Argo AI hat kĂŒrzlich einen Lidar-Scanner (Light detection and ranging) vorgestellt, der im Gegensatz zum Radar-System mit Lichtwellen arbeitet und Objekte aus einer Distanz von bis zu 400 Metern erfassen kann. Sein patentierter Geiger-Modus besitzt die FĂ€higkeit, selbst kleinste Partikel (ein Phanton) zu erkennen, so dass auch sehr schwach reflektierende Objekte erfasst werden und damit sehr genaue Darstellungen der Umgebung möglich sind. „Diese Technologie setzen wir auch bei den Fahrzeugen von Volkswagen Nutzfahrzeuge ein“, so Salesky.

Auch fĂŒr den kommerziellen Einsatz der kĂŒnftigen Technik bei Fahrdienstleistern gibt es konkrete PlĂ€ne. Im Jahr 2025 wird die Konzerntochter MOIA der erste Nutzer des autonom fahrenden ID. BUZZ AD sein. „MOIA verfĂŒgt ĂŒber umfassende Erfahrungen im Bereich der MobilitĂ€tsdienstleistungen und des Flottenmanagements. Innerhalb kĂŒrzester Zeit haben wir Europas grĂ¶ĂŸten, rein elektrischen Ridepooling-Service aufgebaut und Millionen von FahrgĂ€sten befördert. Diese Expertise bringen wir in die Kooperation mit Volkswagen Nutzfahrzeuge und Argo AI ein. Hamburg wird als erste Stadt einen autonomen Ridepooling-Service mit einem ID. BUZZ haben”, sagte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Robert Henrich. MOIA ist der flĂ€chengrĂ¶ĂŸte Sharing-Anbieter Hamburgs und beschĂ€ftigt aktuell 1.200 Mitarbeiter. Autonomes Fahren ist fĂŒr das Unternehmen ein wichtiger Schritt auf dem Weg, dieses neue GeschĂ€ftsfeld auszubauen.

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Über die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge
„We transport success, freedom and future.“ Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) ist als eigenstĂ€ndige Marke im Volkswagen Konzern verantwortlich fĂŒr Entwicklung, Bau und Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen. Dazu zĂ€hlen die Baureihen Transporter, Caddy, Crafter und Amarok, die in Hannover (D), PoznaƄ (PL), Wrzeƛnia (PL) und Pacheco (ARG) produziert werden. Unsere Fahrzeuge befördern Bauarbeiter, Familien und Abenteurer, Brötchen, Pakete oder Surfbretter. Sie helfen jeden Tag unzĂ€hligen Menschen ĂŒberall auf der Welt, einen guten Job zu machen, sie sind als mobile WerkstĂ€tten unterwegs und bringen NotĂ€rzte und Polizisten an ihren Einsatzort. VWN ist zudem im Volkswagen Konzern Leitmarke fĂŒr Autonomes Fahren sowie fĂŒr Mobility-as-a-Service (MaaS) und Transport-as-a-Service (TaaS), wird daher in Zukunft ebenso entsprechende Special Purpose Vehicles (SPV), etwa Robo-Taxis und -Transporter, entwickeln und bauen. So bewegen wir eine ganze Gesellschaft, mit all ihren Anforderungen an eine saubere, intelligente und nachhaltige MobilitĂ€t. An den Standorten weltweit sind mehr als 24.000 Mitarbeiter*innen beschĂ€ftigt, davon rund 15.000 am Standort Hannover.

Über Argo AI
Argo AI ist ein globales Unternehmen fĂŒr autonome Fahrzeugtechnologieplattformen mit Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania. Das Unternehmen entwickelt in Zusammenarbeit mit fĂŒhrenden Autoherstellern, darunter Ford Motor Company und Volkswagen Nutzfahrzeuge, selbstfahrende Technologien, um die MobilitĂ€t in StĂ€dten fĂŒr alle sicher, einfach und angenehm zu gestalten. Argo AI beschĂ€ftigt mehr als 1.200 Mitarbeiter mit Engineering-Zentren in Dearborn, Michigan; Cranbury, N. J.; Palo Alto, CA; und MĂŒnchen, Deutschland. Argo testet derzeit autonome Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen in Miami, Florida; Austin, Texas; und Washington D.C. sowie in Pennsylvania, Michigan und Kalifornien. Weitere Informationen zu Argo finden Sie unter www.argo.ai.

Über MOIA
MOIA ist ein Tochterunternehmen des Volkswagen Konzerns. Das Unternehmen entwickelt an den Standorten Berlin und Hamburg MobilitĂ€tsdienstleistungen und arbeitet partnerschaftlich mit StĂ€dten und den vor Ort ansĂ€ssigen öffentlichen VerkehrstrĂ€gern zusammen. Derzeit entwickelt und implementiert MOIA ein Ridepooling-System, um individuellen Autoverkehr zu vermeiden und die Straßeninfrastruktur effizienter zu nutzen. StĂ€dte werden von Stau, LĂ€rm und Abgasen entlastet. MOIA bietet seinen Ridepooling-Service seit Sommer 2018 in Hannover an, mit Hamburg folgte am 15. April 2019 die erste Millionenstadt. Weitere Informationen unter www.moia.io.

Kontakt

Christoph Ziegenmeyer
Head of Communications for PR and Public Affairs
Jennifer Langfeldt
PR Managerin