Die Transformation hat begonnen

Neue Mobilitätslösungen sind technische, aber vor allem auch soziale Innovationen.

Die ersten selbstfahrenden Systeme (SDS) sind heute bereits auf öffentlichen Straßen unterwegs. Und wir bei MOIA nutzen autonomes Fahren als Schlüsseltechnologie, um die Ausweitung von Ridepooling zu beschleunigen. Als Tech-Unternehmen ist es dabei unser Ziel, autonome Fahrzeuge zu intelligenten Tools für eine sichere, günstige und zukunftsfähige Mobilität in den Städten zu machen. 

" Es fehlt ein wichtiges Puzzlestück, um den ÖPNV in wenigen Jahren flächendeckend in Hamburg auf einem Niveau anzubieten und perspektivisch jedem Hamburger bzw. jeder Hamburgerin einen Zugang zu einem öffentlichen Mobilitätsangebot binnen 5 Minuten machen zu können, sodass der ÖPNV noch attraktiver wird und eine gute Alternative zum privaten PKW. Dieses Puzzlestück können On-Demand-Ridepooling Angebote sein."

Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien und Hansestadt Hamburg

Gemeinsam mit Volkswagen Nutzfahrzeuge haben wir es uns zum Ziel gemacht, bis 2025 ein autonomes, international skalierbares Ridepooling-System in Hamburg zu entwickeln. Denn gerade in autonomen Ridepooling-Services steckt großes Potenzial: Der Verkehr wird reduziert, die Verkehrssicherheit erhöht und damit ein größerer Beitrag zur Mobilitätswende und noch lebenswerteren Städten geleistet. Neben technologischen und rechtlichen Herausforderungen des autonomen Ridepoolings ist es aber vor allem auch die Akzeptanz der Städter*innen und zukünftigen Nutzer*innen, die wir uns erst noch erarbeiten müssen. 

Vom autonomen Fahrzeug zum autonomen Service

Für moderne Verkehrssysteme werden integrierte, digitalisierte Prozesse, Elektroflotten und autonome Fahrsysteme heute zur Voraussetzung. Für uns sind sie darüber hinaus aber auch wichtige Bausteine, um uns als MOIA weiterzuentwickeln. So ermöglicht uns das autonome Fahren unsere bestehende Flotte zu erweitern, um unseren Service noch mehr Menschen zugänglich zu machen und flexibler an ihre Bedürfnisse anzupassen. Zum Beispiel, weil wir dann auch in Randbezirken unterwegs sein können – oder zu Peak-Zeiten noch mehr Fahrten anbieten können.  
 
Damit das Ganze in Zukunft auch kommerziell seinen Weg auf die Straßen findet, sind enge Partnerschaften besonders wichtig: Das Fahrzeug, den ID. Buzz AD, entwickelte Volkswagen Nutzfahrzeuge. Und wir bei MOIA kümmern uns darum, die autonomen Fahrzeuge zu effizienten Tools für einen autonomen Mobilitätsservice zu machen. Die Stadt Hamburg ist dabei unser „Blueprint“, um die Grundlagen für die Entwicklung und Prüfung von Technologien und Betriebsabläufen entlang einer vielschichtigen Wertschöpfungskette zu schaffen. 

Die vereinfachte MaaS (Mobility as a Service) Value Chain

Weil wir bei autonomem Ridepooling von einer völlig neuen Technologie reden, können wir uns nicht vollständig auf bestehende Erfahrungswerte verlassen. Eine Besonderheit des Pilotprojekts ist deshalb die frühe Zusammenführung von Technik, Betrieb und Kundenerfahrungen. Sie ermöglicht es uns, die Betriebsabläufe unter Realbedingungen in einem sicheren, systematischen Setup zu erproben. Den Start machen wir in einem initialen Testgebiet in Hamburg: Östlich der Alster umfasst es Teile von Winterhude, Uhlenhorst und Hohenfelde und ein Streckennetz von etwa 50 Kilometern.  
 
Mit komplexen Straßenverhältnissen und vielen verkehrlichen Herausforderungen bietet es für uns ideale Voraussetzungen. In Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr kann autonomes Ridepooling hier außerdem verkehrsentlastend wirken. Um den Einsatz der autonom fahrenden Fahrzeuge vorzubereiten, wurde bereits mit dem Vermessen (Mapping) des Servicegebiets begonnen. Bis 2025 folgen intensive Testfahrten mit und ohne Passagiere – aber auch das Testen der nun zunehmend automatisierten Aufgaben im Fahrzeug, die aktuell von unseren Fahrer*innen übernommen werden.

Von Abfahrt bis Ankunft autonom

Damit autonomes Ridepooling erfolgreich sein kann, braucht es nicht nur ein Fahrzeug und ein selbstfahrendes System (SDS). Bei MOIA beschäftigen wir uns mit der Frage, wie sich Prozesse im Service und im Flottenmanagement so automatisieren lassen, dass das autonome Produkterlebnis reibungslos läuft – und durchgängig positiv bleibt. Dabei geht es nicht nur darum, Vertrauen für die neue Technologie aufzubauen. Um einen flächendeckenden Service anbieten zu können, muss autonomes Ridepooling auch mit allen Situationen umgehen können, für die sonst ein*e Fahrer*in an Bord ist. 

Wir fahren voraus: unsere Vision des autonomen Ridepoolings

Steigt die richtige Person zu? Ist die Anzahl der Personen richtig? Sitzen alle auf ihren Plätzen? Ist das Gepäck gut verstaut? Aber auch neue Haltepunkte, Baustellen und Sperrungen, die automatisierte Abfahrt, Ladepause oder Rückfahrt zum Hub muss das autonome System genauso meistern wie die Frage, ob es allen Fahrgästen an Bord gut geht. Mit unserer aktuellen Kompetenz wissen wir bereits, worauf es bei diesen Herausforderungen ankommt. Und auch in Zukunft wird der autonome Betrieb neben den von Fahrer*innen gelenkten Fahrzeugen bestehen. Nur so können wir MOIA als Service, wie er heute ist, auf allen Ebenen weiterentwickeln, um ihn ab 2025 auch autonom auf ein ganz neues Level zu heben.

Mittendrin in der Mobilität von morgen

Mobilität ist ein Grundbedürfnis. Und gleichzeitig immer etwas, das wir mit anderen Menschen teilen. Wir bei MOIA verstehen uns als Teil komplexer urbaner Mobilitätssysteme und ihrer Transformation. Technologisch, wissenschaftlich – und partnerschaftlich. 

Der ID.Buzz von VWN im Testbetrieb Hamburg

Mit Simulationen, die Wissen schaffen ... 

Neue Mobilitätslösungen sind technische, aber vor allem auch soziale Innovationen. Wir bei MOIA sind daher in der Verantwortung, auch ihre vielschichtigen Effekte auf Verkehr, Umwelt und Raumstruktur zu erforschen. Die MOIA Begleitforschung* ist Europas erste, größte und wissenschaftlich unabhängige Langzeituntersuchung zu Ridepooling. Zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der TU München haben wir darin umfassende Erkenntnisse zur Nutzung von MOIA gesammelt und, am Beispiel von Hamburg, die Auswirkungen auf ein städtisches Verkehrssystem modelliert und analysiert – heute und für die Zukunft.  
 
Das extra für die Untersuchung entwickelte Verkehrsmodell bildet dazu die Mobilität der gesamten Hamburger Bevölkerung ab und zeigt in seinem Ergebnis deutlich, dass die Zusammenarbeit von Städten mit Mobilitätsanbietern die Mobilitätswende entscheidend vorantreiben kann. Eine wesentliche Voraussetzung ist dabei der flächendeckende Ausbau von bedarfsgerechten und gleichzeitig klimaschonenden Mobilitätsdiensten, die einen starken öffentlichen Nahverkehr ergänzen. Die anfängliche Sorge, dass Ridepooling den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) „aushöhlen“ würde, bestätigt die Studie nicht. Im Gegenteil: Er würde von der Ausweitung von Ridepooling sogar profitieren. 

Good to know

*) Mehr Insights zu unserer Begleitforschung gibt es hier.

Begleitforschung PDF

Unsere wissenschaftlichen Partnerschaften

... und Wissen, das Zukunft gestaltet

Als praxiserprobtes Ridepooling-System im großen Maßstab bringen wir neben empirischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen auch Expertise im Bereich des Transport Modelings mit. Indem wir diese internen Kompetenzen und unser Wissen bündeln, gestalten wir die Zukunft urbaner Verkehrssysteme als mobilitätsanalytische Berater*innen mit.  
 
Datenbasierte Modelle kombinieren wir dazu mit empirischen Auswertungen und setzen, in enger Zusammenarbeit mit Hochschulen, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in Simulations- und Planungsanalysen um – z.B. um im intensiven Austausch mit den Städten den idealen Mobilitätsmix zu gestalten, weitere Marktkenntnisse zu erlangen oder die Einstellung der Städte zu Ridepooling und autonomen Fahrsystemen zu verstehen. 

Mit Hilfe von Simulationen testen und erforschen wir zukünftige Mobilitäts-Szenarien