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Frauen, die die Zukunft der Mobilität gestalten – Einblicke aus dem MOIA-Team

Mobilität bewegt uns jeden Tag. Sie verbindet Orte, schafft Möglichkeiten und beeinflusst, wie wir leben, arbeiten und uns begegnen. Hinter Strategien, Technologien und Services stehen Menschen, die diese Zukunft aktiv mitgestalten. Innovation, Nachhaltigkeit und der Ausbau leistungsfähiger Infrastrukturen sind zentrale Aufgaben der kommenden Jahre im Mobilitätsbereich. Um diesen Wandel zukunftsfähig zu gestalten, braucht es Diversität. Denn diese beeinflusst, wie Mobilitätsangebote entwickelt und umgesetzt werden. Ein vielfältiges Team erweitert den Blick auf Herausforderungen und fördert kreative wie innovative Lösungsansätze, die für eine dynamische Branche entscheidend sind.

Frauen in der Mobilität: Einblicke aus dem MOIA-Team

Warum Diversität Innovation stärkt

Unterschiedliche Erfahrungswerte führen zu besseren Fragen und oft zu nachhaltigeren Entscheidungen. Diversität beeinflusst, wie Herausforderungen definiert, Prioritäten gesetzt und Lösungen entwickelt werden. Auch bei MOIA ist das ein fortlaufender Prozess, denn Diversität und Gleichberechtigung sind Themen, die uns kontinuierlich begleiten. Aktuell arbeiten Mitarbeitende aus zahlreichen Nationen bei MOIA, rund ein Drittel davon sind Frauen*. Auch in Führungspositionen wächst der Anteil weiblicher Führungskräfte stetig.  

Um ein inklusives Arbeitsumfeld zu fördern, setzen wir unter anderem auf: 

  • geschlechtsneutrale Stellenausschreibungen und strukturierte Recruitingprozesse 
  • flexible Arbeitsmodelle wie Hybridarbeit 
  • Workshops zu Themen wie Unconscious Bias 
  • interne Netzwerke und Austauschformate 
  • branchenübergreifende Initiativen und Events, die Sichtbarkeit fördern 

Denn Innovation und Veränderung entsteht nicht allein durch Technologie. Sie entsteht durch Menschen dort, wo unterschiedliche Sichtweisen zusammenkommen und Lösungen gemeinsam geschaffen werden.

In einem früheren Interview mit Ines Kawgan-Kagan haben wir bereits beleuchtet, wie unterschiedlich Mobilitätsbedürfnisse verschiedener Nutzer*innengruppen sein können. Umso wichtiger ist es, diese Blickwinkel auch in der Entwicklung neuer Mobilitätslösungen zu berücksichtigen. 

Heute stellen wir euch vier Kolleginnen aus unterschiedlichen Bereichen bei MOIA vor. Sie erzählen, was sie antreibt, welche Herausforderungen sie erleben und wie sie die Mobilität von morgen mitgestalten.

Im Gespräch mit Julia Wissel

Karrierewege von Frauen in der Mobilitätsbranche sind eine wichtige Inspirationsquelle für die nächste Generation von Führungskräften. Mit ihrer Expertise in den Bereichen Ridepooling und autonome Mobilität spielt Julia Wissel, Director of Product Mobility Intelligenceeine Schlüsselrolle bei der Gestaltung innovativer Lösungen.

Was kann die Mobilitätsbranche aus deiner Sicht tun, um langfristig vielfältiger und inklusiver zu werden? 

Mobilität betrifft uns alle. Genau deshalb sollten wir uns nicht davon verunsichern lassen, wenn die Branche stellenweise noch männlich geprägt ist. Frauen machen mindestens die Hälfte der Menschen aus, die täglich mobil sind. Wenn du Ideen hast oder Dinge siehst, die verbessert werden können, dann ist das relevant. Deine Perspektive hat einen Wert und sie verdient es, gehört zu werden. Und vielleicht ist es auch ein Stück weit unsere Verantwortung, anderen Frauen in der Mobilität eine Stimme zu geben und ihre Themen mit an den Tisch zu bringen. 

Welche Empfehlungen hast du für junge Frauen, die eine Karriere in der Mobilitätsbranche anstreben? 

Man sollte sich auch nicht von dem Begriff Tech abschrecken lassen, wenn man selbst keinen klassischen technischen Hintergrund hat. Es geht oft darum, Probleme zu erkennen, sie strukturiert zu analysieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Niemand muss alles allein können. Dafür gibt es Expertinnen und Experten im Team. 

Was mir außerdem geholfen hat, ist Vernetzung. Such dir Menschen, die für das Thema brennen, unabhängig vom Geschlecht. Tauscht euch aus, unterstützt euch gegenseitig. Oft entstehen genau daraus neue Chancen, weil man bei relevanten Themen mitgedacht wird. 

Und ein letzter Punkt: Es ist hilfreich, die Sprache derjenigen zu verstehen, die bisher viele Entscheidungen getroffen haben. Wenn man in der Lage ist, zwischen unterschiedlichen Perspektiven zu vermitteln, öffnet das Türen. Man kommt in neue Gespräche, in neue Räume und baut sich Schritt für Schritt ein starkes Netzwerk auf.

Im Interview: Patricia Fernandez

Patricia Fernandez ist Senior Talent Acquisition Managerin und unterstützt Teams dabei, die passenden Menschen für ihr Team zu finden.

Was hat dich persönlich in die Mobilitätsbranche geführt?

Ich bin 2019 nach Hamburg gezogen, genau zu dem Zeitpunkt, als MOIA seinen Service in Hamburg gestartet hat. Da ich den Großteil meines Lebens in den USA verbracht habe, bin ich sehr abhängig vom Auto aufgewachsen. Zu erleben, wie zugänglich und gut integriert öffentliche Mobilität in Europa ist, war für mich daher eine neue Erfahrung. Das hat meine Sicht komplett verändert darüber, wie wir uns fortbewegen und wie Städte aussehen können, wenn Menschen echte Alternativen zum Auto haben.

Als ich später über mein Netzwerk von der Möglichkeit gehört habe, Teil des Talent-Acquisition-Teams bei MOIA zu werden, hat mich das sofort angesprochen. Es fühlte sich an wie eine Chance, zu etwas beizutragen, an das ich persönlich wirklich glaube.

Was begeistert dich heute am meisten an deiner Rolle bei MOIA?

Am meisten begeistert mich an meiner Rolle, dass ich Menschen kennenlernen darf, die die Zukunft der Mobilität wirklich mitgestalten wollen. Es ist unglaublich motivierend, mit Menschen zu sprechen, die sich leidenschaftlich für autonome Mobilität einsetzen. Teil des Teams zu sein, das die Talente hinter dieser Vision zusammenbringt, gibt meiner Arbeit jeden Tag eine besondere Bedeutung.

Interview mit Clara Konoplanski

Clara Konoplanski ist Lead Product Managerin für die App und die Rider Experience bei MOIA mit dem Fokus das autonome Nutzungserlebnis für Fahrgäste ganzheitlich zu gestalten und kontinuierlich weiterzuentwickeln – von der ersten Routenanfrage bis zum Abschluss der autonomen Fahrt. Privat beschäftigt sie sich schon länger mit Mobilität und der Frage, wie man sie unabhängig vom privaten Auto besser gestalten kann.

Wie bist du ursprünglich in die Mobilitätsbranche gekommen, und was motiviert dich heute besonders in deiner Rolle bei MOIA? 

Mich hat früh beschäftigt, wie viele Autos täglich auf unseren Straßen unterwegs sind und was das für Städte und Lebensqualität bedeutet. Im Studium habe ich mich deshalb mit neuen Mobilitätskonzepten beschäftigt. Modelle wie Carsharing und Ridepooling haben mir gezeigt, dass es viele Alternativen gibt und dass ich in diesem Feld arbeiten möchte.  

Bei MOIA begeistert mich, dass wir Mobilität konkret mitverändern und auch neuere Themen wie autonomes Fahren aktiv voranbringen. Im Product Management kann ich diese Entwicklung mitgestalten, wie sich unser Produkt und damit auch Mobilität insgesamt weiterentwickelt. Besonders motiviert mich, wie viele Menschen hier mit echtem Herzblut an diesem Thema arbeiten. Diese Aspekte begeistern mich seit Tag eins immer wieder bei MOIA.

Welche Empfehlungen hast du für junge Frauen, die eine Karriere in diesem Bereich anstreben? 

Wichtig ist, den Mut zu haben, sich auf Stellen zu bewerben, die das eigene Interesse wecken, auch wenn nicht alle Anforderungen erfüllt werden. Vieles kann man lernen, wenn man offen bleibt und bereit ist, sich weiterzuentwickeln. Was mir zudem persönlich sehr geholfen hat, war der Austausch mit anderen Frauen in der Branche, sei es im Job oder über Netzwerke. Diese Unterstützung kann unglaublich motivierend sein und neue Wege eröffnen. 

Welchen Beitrag leistet Autonomes Ridepooling für inklusivere Mobilität? 

Aus meiner Sicht erweitert Ridepooling die Mobilitätsmöglichkeiten für Menschen mit und ohne eigenes Auto extrem. Für mich ist es die perfekte Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr und kann besonders in schlecht angebundenen Gebieten die Erreichbarkeit verbessern. Es ermöglicht eine flexible, nachfrageorientierte Mobilität, die besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Nutzer*innen eingeht. 

Im Interview: Angela Pasch

Angela Pasch ist Teil des Public Affairs Teams bei MOIA. In ihrer Rolle beschäftigt sie sich insbesondere mit politischen und regulatorischen Fragestellungen rund um das autonome Fahren – von technischen Rahmenbedingungen bis hin zu industriepolitischen Themen. Das Team vertritt MOIA gegenüber politischen Entscheidungsträger*innen und in relevanten Verbänden. Zudem stehen sie im engen Austausch mit Stakeholdern auf nationaler und internationaler Ebene und betreuen politische Delegationen aus dem In- und Ausland.

Was hat dich persönlich in die Mobilitätsbranche geführt, und was begeistert dich heute an deiner Rolle bei MOIA besonders?

Seit fast 20 Jahren arbeite ich an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik – stets mit dem Fokus auf Mobilität. Für mich ist die Mobilitätsbranche eine der spannendsten und vielseitigsten überhaupt. Sie betrifft jede und jeden von uns und berührt zentrale gesellschaftliche Fragen: von Zugang und Teilhabe über Infrastrukturentwicklung bis hin zu industriepolitischen Weichenstellungen. Genau diese inhaltliche Bandbreite, gepaart mit der enormen Innovationskraft des Sektors, begeistert mich an meiner Arbeit bis heute.

Was würdest du jungen Frauen raten, die in die Mobilitäts- oder Techbranche einsteigen möchten?

Wir brauchen mehr Frauen in der Mobilitäts- und Techbranche – denn gerade hier wird noch zu oft über Frauen gesprochen statt mit ihnen. Wer Mobilität wirklich inklusiv und zukunftsfähig gestalten will, braucht vielfältige Perspektiven. Deshalb mein klarer Appell: Steigt ein – im wahrsten Sinne des Wortes. 

Fazit 

Mobilität betrifft uns alle. Deshalb sollte sie auch von allen mitgestaltet werden. Die Stimmen unserer Kolleginnen machen deutlich: Es geht nicht nur um Karrieren oder Rollenbilder. Es geht um bessere Mobilitätslösungen, die den vielfältigen Lebensrealitäten in unseren Städten gerecht werden. Wer die Zukunft der Mobilität entwickeln will, braucht Mut, Offenheit und unterschiedliche Perspektiven. Genau daran arbeiten wir bei MOIA jeden Tag.

 

*Frauen sowie Menschen, die sich als Frauen identifizieren.

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