MOIA nimmt Doppelrolle als Flottenbetreiber und Tech-Provider ein
Insgesamt haben sich sechs Projektpartner zu einer Allianz für ALIKE zusammengefunden: die Hochbahn als Konsortialführer, MOIA, die Fahrzeughersteller Holon und Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Forschungspartner und die Hamburger Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM).
MOIA kommt dabei eine besondere Rolle zu: „Im ALIKE-Projekt integriert MOIA eine autonome Flotte mit zwei Betreibern und unterschiedlichen Fahrzeugen nahtlos in einem Ridepooling-Angebot. Gerade dieses Zusammenspiel von öffentlichen und privaten Unternehmen macht die Einzigartigkeit des Projektes aus”, sagt MOIA-CEO Sascha Meyer. „Das Ridepooling-System von MOIA bildet die Klammer des Projekts und fügt die Bestandteile der Anbieter in ein attraktives Angebot zusammen. Sowohl über die MOIA- als auch hvv switch-App können Menschen in Hamburg künftig autonome Mobilität bestellen. Mit diesem Projekt zeigen wir unser strategisches Ziel einer offenen Mobilitätsplattform für geteilte autonome Verkehre in der Realität.”
26 Millionen Euro Fördermittel für ALIKE
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert das Projekt mit 26 Millionen Euro. Bundesverkehrsminister Volker Wissing übergab den Förderbescheid Ende Oktober persönlich bei einer Veranstaltung in Hamburg. „Autonomes Fahren kann ein Schlüssel sein, die Straßen in Großstädten zu entlasten und gleichzeitig Mobilität bis vor die Haustür zu sichern. Das autonome On-Demand-Shuttle kommt genau dann, wenn ich es brauche, und es bringt mich direkt an mein Ziel. Durch das voll digitale Buchungssystem ist es einfach zu bestellen, Fahrten lassen sich kombinieren und damit Wege und Kosten sparen. Ich freue mich, dass wir mit Hamburg einen mutigen und innovationsoffenen Partner gefunden haben, um das autonome Fahren in Deutschland zu etablieren“, so Volker Wissing. Im Anschluss der Veranstaltung nahm er gemeinsam mit MOIA-CEO Sascha Meyer, Hamburgs Senator für Verkehr und Mobilitätswende Anjes Tjarks sowie Christian Senger, Vorstand für die Entwicklung des Autonomen Fahrens bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, an einer Probefahrt mit dem ID. Buzz AD teil.
Hier gibt es ein Video zum Startschuss des Projekts.
Hohe Kompetenz für Betriebskonzepte und App-Entwicklung
Durch uns und die Hochbahn sind zwei etablierte Betreiber von Mobilitätslösungen am Projekt beteiligt, die nicht nur Erfahrungen mit autonomen Fahrzeugen haben, sondern mit der hvv switch-App und der MOIA-App über leistungsfähige und akzeptierte Plattformen für Buchungen verfügen. Die Betriebs- und Ridepooling-Software von ALIKE wird von uns bereitgestellt.
Wir bei MOIA blicken bereits seit 2019 auf umfassende Erfahrungen im Aufbau und Betrieb von On-Demand-Verkehren zurück und managen seitdem Europas größten vollelektrischen Ridepooling-Service. Die Hochbahn ist Deutschlands zweitgrößtes Nahverkehrsunternehmen und verantwortete bis 2020/21 das erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekt HEAT (Hamburg Electric Autonomous Transportation), bei dem erstmals Erfahrungen im Betrieb eines autonomen Shuttles im Linienverkehr in Hamburg gesammelt wurden.