„Spaß kann man spüren“

Unser Chefdesigner Tim Giesler verrät, was er von der Luftfahrtindustrie gelernt hat – und warum er sich wünscht, dass alle so schnell und einfach ins Büro kommen wie er.

Wie erklärst du deinen Job deiner Großmutter?

Ich helfe mit, die Städte von Staus, Lärm und Luftverschmutzung zu befreien. Denn darum geht es ja. Ganz konkret bin ich als Head of Design für das Erscheinungsbild und die Benutzerfreundlichkeit unserer App und der Fahrzeuge verantwortlich. Besonders wichtig ist mir, dass die digitale Buchung und der reale Transport eine angenehme Erfahrung für unsere Nutzer sind.

Was hast du vor MOIA gemacht?

Ich hatte ein eigenes Start-up, eine Reise-App. Für mich als Softwaretyp ist es eine spannende Herausforderung, Hardware mitzuentwickeln und eine Idee ins reale Leben zu holen: Wie sieht das Fahrzeug aus? Wie fühlen sich die Materialien an? Der Kontakt mit den Ingenieuren ist inspirierend.
 

An welchen Vorbildern orientierst du dich bei deiner Arbeit?

Ich mag manche Luftfahrtprojekte, weil dort Website, App, Lounge und Flugzeuginterieur sehr konsistent gestaltet sind. Aber das beste Design hilft nicht, wenn ein Flug immer verspätet ist.
 

Vor welcher Herausforderung stehst du aktuell?

Recruiting. Bei uns sind noch nicht alle Positionen besetzt. Ich bin zwar Head of Design, übernehme aber auch Interimsrollen und koordiniere mich viel mit Freelancern. Das ist cool, weil ich sehr viel lerne. Auf Dauer wäre es aber schon auch eine Überlastung.

Was müssen Leute können, wie müssen sie drauf sein, damit sie zu euch passen?

MOIA Mitarbeiter brauchen nicht unbedingt Erfahrung in der Automobilbranche. Wichtiger ist, dass sie für Zukunfts- und Umweltthemen brennen. Noch haben wir kein fertiges Produkt, aber ich merke, dass unsere Mission die Leute begeistert. Und das ist ein gutes Gefühl.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich fahre mit dem Bus, der direkt vor meiner Haustür hält, in zehn Minuten ins Hamburger Office. Das ist ein Luxus. Und ich wünsche mir, dass sich alle Menschen so schnell und stressfrei bewegen können. Das treibt mich an. In unserem Büro gehen wir sehr locker miteinander um. Klar, wir haben auch eine Freizeitfußballmannschaft und verbringen manchmal auch die Abende gemeinsam. Aber noch wichtiger für unseren Erfolg ist: Wir sind ein heterogenes und kreatives Team, das an einem Strang zieht. Ich glaube, dass man es einem Produkt anmerkt, wenn es von einem Team erstellt wurde, das Spaß bei der Arbeit hat.