MOIA follow me around: einmal rund um die Welt mit Off The Path

Sebastian ist Gründer des Travel Blogs und Podcasts Off The Path. Wir haben uns mit ihm und seiner Freundin Line, die ihn auf den meisten Reisen begleitet, unterhalten.

Sebastian ist Gründer des Travel Blogs und Podcasts Off The Path. Wir haben uns mit ihm und seiner Freundin Line, die ihn auf den meisten Reisen begleitet, unterhalten. Dabei ging es vor allem um die Mobilität in Deutschland, den Vergleich zu anderen Ländern und was wohl passieren müsste, dass das Auto aus der Mode kommt.

Liebe Line, lieber Sebastian, auf euren Reisen durch die ganze Welt habt ihr sicherlich schon einiges erlebt. Vermutlich auch, was Transport und Mobilität angeht. Was war euer skurrilstes Erlebnis mit Transportmitteln?

(Sebastian) Mein skurrilstes Erlebnis war eine Fahrt in einem sogenannten Chicken Bus in Nicaragua. Hier saß ich oben auf dem Dach, weil der Bus innen viel zu voll war – das ist in Nicaragua aber ganz normal.

Ebenfalls spannend war unsere Fahrt in einem Minibus von Jozini nach Durban in Südafrika. Auch hier wurde wirklich jeder Platz des Wagens genutzt und wir saßen vier Stunden lang auf der halben Pobacke, die wir auch nach der Fahrt nicht mehr spüren konnten. In Deutschland würde dieser Minibus maximal mit 6 Personen fahren – wir waren 16!

Wie bewegt ihr euch am liebsten auf Reisen fort?

(Line)  Wir sind absolute Roadtrip-Fans und reisen unheimlich gerne mit dem Auto. Es gibt einfach nichts Besseres als die Freiheit der Straße, heute zu entscheiden, wo es hingeht und nicht genau zu wissen, wo man morgen eigentlich landet, das bedeutet für uns Freiheit pur!

Die Zukunft der (E-)Mobilität haben sich ja mittlerweile viele Länder auf die Fahne geschrieben. Merkt ihr da einen generellen Fortschritt, seit ihr 2011 eure Reisen begonnen habt?

(Sebastian) Wir merken kaum einen Fortschritt, jedenfalls nicht im allgemeinen Verkehr. Nur in einzelnen Regionen dieser Erde ist uns dies positiv aufgefallen, wie beispielsweise in San Francisco. Hier werden die Busse des öffentlichen Verkehrs alle elektrisch betrieben und das schon seit 1948. Allgemein zählt Kalifornien aber auch zu den Regionen mit den meisten Elektroautos weltweit.

Wie würdet ihr den Fortschritt der Mobilität in Deutschland im Weltbild einordnen? An welchem Land oder Kontinent kann sich Deutschland noch ein Beispiel nehmen?

(Line) Deutschland steht im weltweiten Vergleich sicherlich nicht schlecht da, allerdings zählt ein solcher Vergleich unserer Meinung nach kaum, da sich nur sehr wenige Länder richtig bemühen. Wirklich fortschrittlich und ein echtes Vorbild ist hingegen Norwegen: Hier werden über 10% der Autos auf der Straße elektrisch betrieben – ziemlich cool.

Würdet ihr auf ein Auto verzichten, um auf andere Dienste umzusteigen? Wie müssten diese Dienste für euch aussehen?

(Sebastian) Klar! Wichtig wäre uns hier, dass diese Dienste einerseits einfach zu buchen und zuverlässig sind, und andererseits unsere Mobilität nicht einschränken. Eine gut ausgebaute Infrastruktur und eine möglichst hohe Flexibilität sind hier also das A und O. Dennoch können wir uns aktuell nicht vorstellen, auf das Reisen mit Auto zu verzichten, dafür ist die Freiheit, die das Auto bietet, zu viel wert. Aber wer weiß, vielleicht gibt es in Zukunft ganz neue Arten der Fortbewegung und das auch beim Reisen?