Die Weisheit der vielen

Ohne euch schaffen wir es nicht:
Wie uns Studierende, Geschäftsfrauen, Hacker, Rentner und viele
andere beim Design des perfekten urbanen Verkehrsmittels helfen.

Viele Dinge, die einen am Stadtleben nerven, erscheinen schlicht als gegeben.

Der Stau, der sich täglich um Punkt 16.25 Uhr auf den Ausfallstraßen bildet, die Tatsache, dass man nach Mitternacht kein Taxi bekommt. Der Dreck in der einen U-Bahn-Linie. Weil man denkt, dass man sowieso keinen Einfluss darauf hat, nimmt man die Mängel und Probleme hin wie Naturgesetze. Aber was wäre, wenn man ein Verkehrsmittel von Anfang an mitgestalten könnte? Was würdest du tun? 

 

WARUM?

Wenige Wochen nachdem MOIA gegründet worden war, fand in Berlin schon der erste Co-Creation-Workshop statt. „Uns ist es wichtig, dass wir von Beginn an Ideen von potenziellen Nutzern und Bürgern einbeziehen“, sagt MOIA CEO Ole Harms. „Was nervt sie? Was erwarten sie von einem Service? Wovon träumen sie?“ MOIA wird nicht mit einem in Top-Secret-Laboren entworfenen Produkt in die Städte kommen und ein gewachsenes Gefüge sprengen, sondern möchte mit Verkehrspartnern, Politik sowie Bürgerinnen und Bürgern zusammenarbeiten.

Der Co-Creation-Prozess, in dessen Rahmen Interessierte im Sommer 2017 bereits Prototypen unseres Fahrzeugs und der App testeten, ist nur der erste Schritt in diese Richtung. „Die Städte werden sich in den kommenden Jahren durch Smart-City-Apps und autonomes Fahren enorm verändern“, sagt Harms. „Es ist dringend notwendig, dass man den Bürgern die Gelegenheit gibt, bei diesem Redesign ihres Lebensraums mitzureden.“

Ein weiterer Grund für den Co-Creation-Prozess ist, dass er unsere Arbeit leichter macht. „Wirklich“, sagt Harms, „eine Win-win-Situation, die den Namen verdient.“  

Wer?

Co-Creation Day-Teilnehmer zeigen auf einer Berlin-Karte, wo sie sich oft aufhalten.

 

Du brauchst kein Diplom in Stadtplanung oder Algorithmen-Schrauberei, um beim Co-Creation-Day mitmachen zu können. Im Gegenteil.

Uns interessiert weniger Spezialwissen als die Alltagserfahrung in einer bestimmten Stadt. Denn Berlin mag 3,5 Millionen Einwohner haben. Aber jeder und jede von ihnen hat eigene Schleichwege, Routinen und Lieblingsstrecken. Jeder lebt in seiner ganz eigenen Stadt. 

An den Co-Creation-Events in Berlin nahmen neben Studierenden, Geschäftsleuten und Start-up-Menschen auch Rentnerinnen und Rentner sowie junge Familien teil. 

 

Wir suchen Menschen, die …

  • 100 Prozent ehrlich sind.
  • sich für Design und Architektur im 21. Jahrhundert interessieren.
  • Lust haben auf gemeinsames Herumspinnen.

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Schreib uns eine E-Mail, um über den nächsten Co-Creation Day informiert zu werden. 

 

WAS?

Bei MOIA arbeiten Menschen, die die Stadt aus der Perspektive der Einwohnerinnen und Einwohner betrachten – und diese Sicht in die Produktentwicklung einbeziehen. Das ist uns wichtig. Aber nicht jedes Teammitglied hat Kinder, spielt Kontrabass oder ist genau 60 Jahre alt. Nicht jeder hat jede Perspektive im Blick.

„Wenn man ehrlich ist, dann leben wir ein bisschen in einer Blase“, sagt Ebi Gömek, Lead Autonomous Driving bei MOIA, die bei den Co-Creation-Events stets dabei war. „Auf diese Art und Weise bekommen wir authentisches Feedback von unseren Nutzern – das ist sehr aufregend.“ 

 

Was wir von unseren Co-Creators gelernt haben: 

  • Zugänglichkeit: Die Einstiegshöhe zum Shuttle wurde verändert und  Einstiegshilfen wurden integriert.
  • Sichtbarkeit: Das Nummernschild reicht nicht aus, um den Shuttle auf der Straße zu identifizieren. Wir werden eine gute Lösung finden.
  • Service: Extras wie Ladestationen für Smartphones sind gewünscht.

„Es ist faszinierend, zu sehen, wie detailliert die Leute über Dinge nachdenken“, sagt Christian Rosen, Head of Vehicle Management & Concepts: „Wo könnte man Kleiderbügel hinhängen? Braucht es Armlehnen? Welche Textur hat das Sitzpolster? Das ist für unsere Arbeit sehr bereichernd.“
Aber eigentlich ist das nicht verwunderlich: Die einzigen Menschen, für die unser Produkt wichtiger ist als für uns selbst, sind die Menschen, die es im Alltag benutzen werden. 

Wir sagen: Danke für eure Ideen!